Oboe

Akustik und Entwicklung

Akustisch ist die Oboe ein gekoppeltes System, hierbei dient das Doppelrohrblatt der Tonerzeugung und die angekoppelte Röhre (Korpus des Instruments) der Tonhöhenfixierung.

Doppelrohrblatt-Instrumente dieser Art sind in allen alten Kulturen nachweisbar. Sumerer und Ägypter besaßen sie.

Die immer paarweise geblasenen "Auloi" der Griechen gehören zu den direkten Vorläufern der Oboe. Als Schalmei finden wir sie im frühen Mittelalter in Europa - auf einem östlichen Weg über Byzanz und einem westlichen über die arabischen Besatzer Spaniens eingeführt. Das Wort "Schalmei" geht zurück auf das lat. "calamus" = Rohr.
Das Wort Oboe geht zurück auf das franz. "hautbois", welches "hohes" oder "lautes Holz" bedeutete. Ursprünglich besaß diese Oboe nur Klappen für zwei Töne am unteren Teil ihres Korpus.

Die modernen KIappensysteme bildeten sich erst im 19. Jahrhundert voll aus. Zwei Typen entstanden: die deutschösterreichische Oboe und das französische System.
Außer in Wien wird heute hauptsächlich das sogenannte französische Konservatoriumssystem verwandt. Das Doppelrohrblatt wird seit altersher aus einem Rohrgewächs, Arondo donax, hergestellt, das im Mittelmeerraum wächst.


Das Instrument im Unterricht

Im Unterricht sollten von Beginn an nur einwandfrei intonierte und funktionierende Instrumente verwendet werden. Nichts ist für den Anfänger enttäuschender als ein technisch mangelhaftes Instrument. Man sollte daher die Ausgabe für ein Markeninstrument nicht scheuen. Beim Anfänger ist ständig auf die Spielbarkeit des Rohres zu achten. Hier werden Nacharbeitungen am Rohr oft notwendig sein.
Für einen sinnvollen Unterricht sollten folgenden physiologischen Gesichtspunkte berücksichtigt werden: normaler Zahnwuchs mit entsprechender Lippenbildung. Überbeißern (Prognat) ist vom Unterricht abzuraten. Erfahrungsgemäß wird daher ein Anfang auf der Oboe vor dem 10. Lebensjahr nicht möglich sein.

Unterrichtet wird dieses Instrument von:

Frau Unterkofler

Unterkofler, Ruth
Oboe


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